Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001 und DIN EN 16247

Energiemanagement, DIN EN ISO 50001, DIN EN 16247

 

Die DIN EN 16247-1 beinhaltet jedoch keinerlei Verpflichtung die aufgedeckten Energieeinsparpotenziale des Energieauditberichts umzusetzen.

Nachdem nun viele Ressourcen in dieses Audit investiert wurden wirft es die Frage auf, ob es sinnig ist dies nur durchgeführt zu haben um vor den Strafen durch das BAFA sicher zu sein?

Oder die Empfehlungen nun sukzessive anzugehen und den Nutzen aus den vorgeschlagenen Maßnahmen zu ziehen!?

Was sollte jetzt beachtet werden?

Prüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen

Hier gilt es als erstes die „niedrig hängenden Früchte“ umzusetzen. Häufig werden Maßnahmen aufgedeckt, welche durch einen geringen (oder gar keinen) Zeit und/oder Kostenaufwand umgesetzt werden können (z.B. Druckluftniveau reduzieren um 1bar ca. 6% Energieeinsparung).

Bei komplexeren Maßnahmen sollte jedoch die Detailuntersuchungen durch die jeweiligen Experten durchgeführt werden (z.B. Umbau eines veralteten Heizsystems).

Kontinuierliche Datenerfassung

Um die im Audit festgestellten Daten der Energiequellen und Hauptenergieverbraucher zukünftig managen oder die Wirksamkeit der umgesetzten einzelnen Maßnahmen prüfen zu können ist eine kontinuierliche Erfassung plausibler Daten notwendig. Die passende  Auswertesoftware veranschaulicht die Daten und macht sie vergleichbar.

Energieaudit oder vielleicht doch die ISO 50001

Laut EDL-G muss das Energieaudit alle 4 Jahre wiederholt werden, mit einem etwas höheren finanziellen und zeitlichen Aufwand, besteht die Möglichkeit als Alternative zum Energieaudit die Einführung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001.
Die Einspareffekte sind hier sicherlich höher, da bereits im System ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess des Energieverbrauchs vorhanden ist.
Des Weiteren ist die ISO 50001 eine weltweit anerkannt Norm, die neben der Transparenz der Energiekosten, Offenlegung von Energie-Einsparpotenzialen, Reduzierung der CO2 –Emission, evtl. Steuern und Umlagen Reduzierung unter anderem zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt oder beitragen kann.

Falls sie Fragen zu diesen Themen haben ...wenden sie sich an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) - vom 6.3.2015:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) - Pressemitteilung 6.3.2015

Gesetz zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie im Bundesrat verabschiedet

Heute hat der Bundesrat den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erarbeiteten Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der Energieeffizienzrichtlinie gebilligt.

Der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Rainer Baake, hierzu: „Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Umsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie und der deutschen Energieeinsparziele. Eine umfassende Information über Energieeinsparpotenziale im Unternehmen über die sogenannten Energieaudits liegt im ureigenen Interesse der Unternehmen. Gut informierte Unternehmen investieren mehr in Energieeffizienz und fördern damit auch ihre Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich wird mit dem Gesetz eine Sofortmaßnahme des Nationalen Aktionsplans für Energieeffizienz umgesetzt.”

Durch das Gesetz sollen große Unternehmen verpflichtet werden, bis zum 5. Dezember 2015 und danach alle vier Jahre Energieaudits durchzuführen. Bereits heute werden Energieaudits in vielen Unternehmen genutzt, um systematisch Verbesserungschancen in betrieblichen Energieversorgungssystemen zu identifizieren und unter Berücksichtigung der jeweiligen Kosten wirtschaftlich sinnvoll zu erschließen. Das BAFA wird als Hilfestellung für Unternehmen bei der Umsetzung der Auditpflicht ein Merkblatt veröffentlichen, in dem auf spezielle Fragen, z. B. der Auditpflicht bei Unternehmen mit einer Vielzahl von Filialen, eingegangen wird.

Das Gesetz tritt nach der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt nun voraussichtlich Ende April/Anfang Mai 2015 in Kraft.

Ist Ihr Unternehmen betroffen?

Energieaudit DIN 16247

Ihr Unternehmen ist betroffen wenn:

  • Mindestens 250 Mitarbeiter beschäftigt (inklusive verbundene Unternehmen)
  • Einen Jahresumsatz von mehr als 50 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von mehr als 43 Millionen Euro vorweisen kann

Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001

Die Einführung eines Energiemanagementsystems ist grundsätzlich freiwillig; es gibt keine gesetzliche Zertifizierungspflicht. Allerdings ist eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 (oder ein registriertes Umweltmanagementsystem nach EMAS-Verordnung) in Deutschland Voraussetzung für die teilweise Befreiung besonders energieintensiver Unternehmen von der EEG-Umlage und zukünftig auch für die Entlastung von Unternehmen der produzierenden Gewerbe von der Strom- und Energiesteuer.

Steigende Energiekosten machen Energiemanagement zur Schlüsseldisziplin.

Die günstigste und umweltfreundlichste Kilowattstunde ist die, die nicht verbraucht wird.

Wie können wir einschätzen ob unsere Energiekosten zu hoch sind? Ab wann entscheiden wir uns Maßnahmen einzuleiten? Und mit welchen Maßnahmen wollen wir beginnen?

Fragen über Fragen die für viele Firmen unbeantwortet sind. Helfen kann hier eine Initial- und Detailberatung eines Energieberaters, die von der KfW Bank sogar gefördert wird. Grundlage für diese Analyse sind und bleiben jedoch Messdaten über meinen Verbrauch. Wann verbrauche ich wo welche Energiemenge. Wo sind meine unwirtschaftlichen Energiefresser und die Potentiale von unnütz verbrauchter Energie?

Hier hilft ein sogenanntes Energiedatenmanagement. Ein System aus stationärer Messtechnik und der dazugehörigen Auswertesoftware das Ihnen hilft Ihr Potential aufzudecken.

Des Weiteren kann eine Energieoptimierung die Leistungsbereitstellungskosten, die vom Energieversorger verrechnet werden, erheblich senken. Wie hoch Ihr Potential ist kann ihr zuständiger KBR Vertriebsingenieur relativ einfach ermitteln.

Vorteile durch ein Energiemanagement

Der Einsatz eines Energiemanagementsystems trägt dazu bei, Energieeffizienz im Unternehmen zu steigern und langfristig messbare Energieeinsparungen zu erzielen. Die wichtigsten Argumente für die Einführung eines Energiemanagementsystems sind:

  • Energieströme und der Energieeinsatz sind transparent
  • Optimierung der Anlagentechnik
  • Verringerung der CO2-Emissionen
  • Imagegewinn
  • Erkennen von Änderungen beim Energieverbrauch
  • Energiekosteneinsparung, dadurch eine Erhöhung des Gewinns
  • Voraussetzung für gesetzliche Erleichterungen

uvm.

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