Energiemanagement: So profitieren Sie von Ihren Energiedaten maximal

Vom Zähler zum Dashboard: So machen Sie Ihre Energiedaten nutzbar

Liebe Leserinnen und Leser,

Energie effizient zu nutzen, heißt Transparenz zu schaffen. Erst wenn Messwerte aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt und verständlich aufbereitet sind, lassen sich Kosten senken, Prozesse optimieren und CO₂-Emissionen nachhaltig reduzieren. Genau hier setzt visual energy von KBR an: Die Software verbindet präzise Messtechnik mit intelligenter Datenaufbereitung – und verwandelt Signale in Wissen, das Sie direkt einsetzen können.

Präzise Messtechnik: So kommen Ihre Signale ins System

Die Grundlage jedes Energiemanagements ist die Messtechnik. KBR-Messgeräte erfassen Werte präzise direkt an den relevanten Stellen – vom Hauptzähler bis hin zur einzelnen Maschine. In Kombination mit Erweiterungsmodulen sind sie sogar in der Lage, jegliche Energieformen zu messen: von Druckluft über Wärme bis hin zu Kraftstoff. Die Geräte kommunizieren über standardisierte serielle und Ethernet-Schnittstellen. So werden Signale lückenlos und zuverlässig übertragen.

In das Energiedatenmanagementsystem visual energy werden diese Rohdaten automatisch importiert. Dort laufen alle Messwerte zusammen, werden validiert und in Echtzeit verarbeitet. Plausibilitätsprüfungen erkennen Ausreißer oder fehlende Signale und sichern die Datenqualität – auch für Ihr Audit. Zusätzlich können Prozesskennzahlen wie Stückzahlen, Laufzeiten oder Schichtdaten integriert werden. Damit lassen sich Energie- und Produktionsdaten direkt miteinander in Beziehung setzen und Kennzahlen bilden – zum Beispiel der Energieverbrauch pro produziertem Stück oder pro Maschinenstunde.

Visual Energy und die Messgeräte von KBR
Abbildung 1: visual energy ordnet sich perfekt in die Messwelt von KBR ein und macht alle gemessenen Werte verständlich.

Strukturen und Bilanzen: Energieflüsse verstehen

Sobald die Daten in visual energy vorliegen, lassen sie sich exakt entlang der Unternehmensstruktur abbilden. Das System erlaubt es, Werke, Standorte, Verteilungen oder Kostenstellen hierarchisch darzustellen und direkt mit den erfassten Energieflüssen zu verknüpfen. So wird sichtbar, wo im Unternehmen Energie effizient eingesetzt wird – und wo Handlungsbedarf besteht.

Für die tiefergehende Analyse stehen verschiedene Werkzeuge bereit. In Bilanzansichten können Sie Energieflüsse transparent nachvollziehen – anschaulich per Sankey-Diagramm. Welche Mengen treten an einer Stelle ein, wie verteilen sie sich weiter, wo gehen Verluste oder Abwärme ab? Ergänzend berechnet visual energy zentrale Kennzahlen, etwa Energieverbrauch pro Stück, spezifische CO₂-Emissionen oder Verbrauch pro Quadratmeter. Diese KPIs sind die Grundlage, um Effizienzpotenziale zu bewerten und Entwicklungen im Zeitverlauf messbar zu machen.

Energie im Fluss: Das Sankey-Diagramm
Abbildung 2: Sankey Diagramme ermöglichen Ihnen ein schnelles Verständnis über die Energieflüsse in Ihrem Unternehmen.

Dashboards frei gestalten: Vom Live-Monitoring bis zum Management-Report

Das Herzstück von visual energy ist der Dashboard-Designer. Hier gestalten Sie Ihre Energieansichten so, wie Sie sie brauchen. Der Editor bietet eine freie Arbeitsfläche, auf die sich unterschiedliche Elemente – sogenannte Widgets – per Drag & Drop platzieren lassen. Dazu gehören Pegel-Zeit-Diagramme, Balkengrafiken, Heatmaps, Kennzahlenfelder, Trendpfeile, Ampeln, Kartenansichten oder auch Sankey-Diagramme. Jedes Widget kann individuell angepasst werden: Farben, Größen, Achsenbeschriftungen und Darstellungsformen sind frei konfigurierbar und lassen sich an Ihr Corporate Design anpassen. Sie können ebenfalls alle vorher erstellten Arten von Diagrammen importieren.

Energie visualisiert: Das Dashboard in visual energy
Abbildung 3: visual energy ermöglicht Ihnen, verschiedenste Dashboards zu erstellen - je nach Zielgruppe und Zweck.

Interaktive Logik und flexible Dashboards für jede Zielgruppe

Ein besonderes Plus ist die interaktive Logik-Ansicht. Dort können Sie Messwerte und Kennzahlen flexibel miteinander verknüpfen – zum Beispiel einen Live-Messpunkt mit einem berechneten Referenzwert oder eine Gruppe von Zählern mit einer Kostenstelle. So entstehen Dashboards, die nicht nur Daten abbilden, sondern echte Zusammenhänge sichtbar machen. Es lassen sich sogar Felder oder Diagramme ein- oder ausblenden, in Abhängigkeit von Ihren Daten.

Dashboards lassen sich in verschiedenen Varianten anlegen: ein Live-Dashboard für Techniker, das aktuelle Verbrauchswerte, Lastspitzen und Alarmmeldungen zeigt; ein Analyse-Dashboard für Energiemanager mit Kennzahlen, Verbräuchen und historischen Vergleichen; oder ein Reporting-Dashboard für die Geschäftsführung mit Fokus auf Kosten, Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit. Alle Ansichten können Sie individuell erstellen und mit wenigen Klicks für andere Nutzer freigeben oder automatisch als Bericht versenden. Standard war einmal – machen Sie visual energy zu Ihrem System.

Drei Tipps für mehr Effizienz mit visual energy

Ein besonders wirksames Werkzeug ist die Arbeit mit Referenzwerten. Indem Sie Sollwerte für Anlagen oder Standorte definieren, erkennen Sie Abweichungen sofort. Das System meldet automatisch, wenn Verbräuche vom Zielwert abweichen – so können Leckagen oder ineffiziente Anlagen frühzeitig identifiziert werden. Bei KBR konnte auf diese Weise ein Wasserrohrschaden schnell festgestellt werden. Mit der Reparatur wurden so über ein Kubikmeter Wasser pro Tag gespart.

Ebenso wichtig ist das Monitoring von Lastspitzen. Kurzzeitige Verbrauchsspitzen führen oft zu hohen Zusatzkosten. visual energy macht diese Spitzen sichtbar, ordnet sie zeitlich und prozessbezogen zu und liefert damit die Basis für Gegenmaßnahmen wie Lastmanagement oder Lastverschiebungen. Mit dem Lastspitzenbericht erstellt visual energy automatisch eine Auswertung, die die höchste Leistungsspitze im gewählten Messzeitraum inklusive Datum und Uhrzeit erfasst. Zudem zeigt der Bericht, welche Abgänge den größten Anteil an dieser Spitze hatten. So erhält der Nutzer schnell einen Überblick darüber, welche Anlagen oder Maschinen maßgeblich zur Leistungsspitze beigetragen haben.

Monitoring von Lastspitze: Wo am meisten Energie verbraucht wird.
Abbildung 4: visual energy ermöglicht Ihnen, verschiedenste Dashboards zu erstellen - je nach Zielgruppe und Zweck.

Für zusätzliche Sicherheit sorgt die Überwachung von Differenzströmen. Dadurch erkennen Sie frühzeitig Abweichungen in elektrischen Netzen, können Anlagen vor Schäden schützen und erhöhen die Betriebssicherheit – ein entscheidender Faktor in sensiblen Produktionsumgebungen.

Fazit: Aus Daten wird Wissen – aus Wissen wird Effizienz

Mit visual energy behalten Sie den Überblick über alle Energiedaten – in Echtzeit, standortübergreifend und auf jede Zielgruppe zugeschnitten. Sie schaffen Transparenz, senken Kosten und machen Energieeffizienz messbar. Damit gehen Sie den entscheidenden Schritt: vom Zähler zum Dashboard – und von Daten zu Wissen, das Ihr Unternehmen voranbringt.

Ganz gleich, ob Sie visual energy schon länger nutzen oder Sie ein modernes Energiemanagementsystem in Ihrem Unternehmen implementieren wollen – wir stehen Ihnen zur Seite.  Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren oder nehmen Sie gerne an einem unserer Seminare teil. Wir freuen uns auf Sie!

P.S.: visual energy erscheint bald in der Version 5.2 – mit noch mehr nützlichen Funktionen und schlauen Extras. Bleiben Sie gespannt!

Jonas Klaus | Technischer Redakteur

Ihr Jonas Klaus

Technischer Redakteur
KBR GmbH