Ob Öko- oder Kohlestrom, für den elektrischen Verbraucher macht es keinen Unterschied

Einen elektrischen Verbraucher interessiert nicht, wie der benötigte Strom erzeugt wurde. Ob von klimafreundlichen und regenerativen oder von fossilen Kraftwerken – der Verbraucher nimmt jede verfügbare Energie. Auch in Bezug auf die Energiemenge ist ein eingeschalteter Verbraucher nicht wählerisch. Ob effizient oder nicht – in dieser Beziehung ist sein IQ meist so hoch wie der eines Christbaumes.

Energiemanagement Spannungsfeld

 

Seit Jahren wird an dem Umbau unserer Energieversorgung hin zu einer regenerativen und umweltschonenden Erzeugung gearbeitet. Vielen geht die Energiewende nicht schnell genug. Andere wiederum glauben, dass wir nicht mehr tun können, ohne die deutsche Wirtschaft nachhaltig zu schädigen. Das Ziel der neuen Bundesregierung ist eindeutig: Firmen sollen weniger Energie verbrauchen! Gleichzeitig soll die Dekarbonisierung in der Industrie vorangetrieben werden, was jedoch bedeutet, dass viele Produktionsprozesse auf Wasserstoff oder elektrische Energie umgestellt werden müssen. Folglich wird der Bedarf an Strom steigen. Hinzukommen wird die elektrische Energie für die Elektromobilität, die weiter ausgebaut werden soll.

In den ersten 11 Monaten dieses Jahres haben die deutschen Atomkraftwerke 13,2 % des Strombedarfs erzeugt. Die letzten beiden Atommeiler werden in ziemlich genau einem Jahr abgeschaltet. Wenn es nach dem Plan der neuen Regierung geht, wird der Ausstieg aus der Kohleverstromung schon 2030 vollzogen sein. Die deutschen Stein- und Braunkohlekraftwerke haben in diesem Jahr bisher 28,7 % der in Deutschland benötigten Energie erzeugt.

Jeder der die Grundrechenarten beherrscht wird feststellen, dass mehr benötigte Energie und weniger Energieerzeugung zu einem Energie-Engpass führen. Der Ausbau von regenerativen Kraftwerken mit Wind- und Sonnenenergie soll massiv ausgebaut werden, so die Vorgabe der Regierung. Doch diese Kraftwerke liefern nur Energie, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint.

Neue Gaskraftwerke sollen übergangsweise die Versorgungssicherheit Deutschlands sicherstellen. Bei dem Ausbau der Energieerzeugung durch Gaskraftwerke müssen wir mit einkalkulieren, wer am Ende des Gashahnes sitzt. Überlassen wir unsere Versorgungssicherheit nur der Natur und anderen Staaten?

 

Dekarbonisierung oder auch Entkarbonisierung bezeichnet die Umstellung einer Wirtschaftsweise, in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff. Das Ziel ist auf Dauer die Schaffung einer kohlenstofffreien Wirtschaft im Rahmen der Energiewende.

 

Energieerzeugung Quelle: Fraunhofer Institut https://energy-charts.info/

 

In dem Energy-Chart des FraunhoferInstituts wird es sehr deutlich. In den weißen Flächen unterhalb der schwarzen Linie können wir uns jetzt schon nicht mehr selbst mit elektrischer Energie versorgen.

Wegducken nach der Vogel-Strauß-Taktik geht nicht mehr. Wir alle müssen für unser Handeln jetzt die Verantwortung übernehmen, im geschäftlichen wie im privaten Bereich. Wir müssen uns tagtäglich die Frage stellen: Welche Energien verbrauchen wir nutzlos und ohne wirklichen Sinn?

Sie sehen, ein gewaltiges Spannungsfeld in dem sich die deutsche Energietechnik und Industrie befinden. Deutschland wird weltweit wahrgenommen für sein Bildungssystem, die starke Zivilgesellschaft, ein hohes Umweltbewusstsein und einen großen Erfindergeist. Jetzt heißt es: Ärmel hochkrempeln und die Energieeffizienz weiter steigern, sowie den Umstieg auf eine sichere und regenerative Energieversorgung vorantreiben.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an. Welche Rolle spielt KBR bei der Energiewende

Seit der Gründung von KBR liegt der Fokus auf der nachhaltigen Energiereduzierung, was mit der Produktion von Anlagen für die Blindstromkompensation 1976 begann. Mithilfe dieser Anlagen werden nicht nur die Kosten für die Verrechnung der Blindarbeit eingespart, sondern zeitgleich das Stromnetz vom Blindstrom entlastet. Dies führt zu einer geringeren Verlustleistung und einer besseren Auslastung der Übertragungseinrichtungen. Wie viele Millionen von GWh unsere Anlagen durch die geringeren Netzverluste schon eingespart haben, kann nur annähernd geschätzt werden.

Schon vier Jahre nach der Firmengründung entwickelte KBR die erste elektronische Energieoptimierung. Die Energienetze gleichmäßiger auszulasten war schon damals der Anspruch. Die effizientere Auslastung der Stromnetze für die Übertragung der Windenergie aus dem Norden in den Süden ist heute wichtiger denn je. Die aktuelle Energieoptimierung multimax kann nicht nur Verbraucher optimieren – sie lädt und entlädt Batteriespeicher, kommuniziert mit Ladesäulen und managt die gesamte Energie.

Im Jahr 1994 wurde das erste digitale Messgerät multimess für die Schaltanlagen? präsentiert. Aus dem einen Messgerät ist im Laufe der Zeit eine ganze Palette von Messgeräten und 1998 das Energiedatenmanagement visual energy entstanden. Das ständig weiterentwickelte Managementsystem ermöglicht dem Energieverantwortlichen unnütz verbrauchte Energie aufzuspüren und die Energieeffizienz in seinem Unternehmen zu steigern. Ohne einem Energiedatenmanagement – das Armaturenbrett des Energiemanagers – ist an den effizienten Betrieb eines Gewerbe- oder Industriebetriebes nicht mehr zu denken. Die eingesparten Energiemengen liegen im Schnitt zwischen 20 und 30 %.

 

Förderung durch die BAFA

Die BAFA fördert die Systeme von KBR. In Modul 3 werden Ihre Anstrengungen zur nachhaltigen Reduzierung Ihrer Energie unterstützt. Die maximale Förderung beträgt maximal 15 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben bei einer Förderquote von bis zu 40 Prozent der Investitionskosten.